Warum sieht eigentlich alles gleich aus? Ist das ein Problem?

Webpages und Apps haben alle mehr oder weniger den gleichen Stil. Wer sich eine Homepage oder eine Smartphone-Applikation einmal genauer ansieht, wird viele Gemeinsamkeiten mit anderen entdecken. Aber auch viele uns alltäglich begegnende Gegenstände unterscheiden sich weltweit kaum. Das ist ein Paradoxon, aber auch ein großer Vorteil für uns Menschen. Warum dies so ist, und warum dies nicht unbedingt ein Nachteil sein muss, das verraten wir euch in diesem Beitrag. Viel Spaß beim Lesen und Inspiration holen.

Warum great ideas von Werbeagenturen immer wieder kopiert werden

Wenn wir auf dem Flughafen eines Landes landen, dessen Sprache wir nicht sprechen, werden wir uns dennoch zu Recht finden. Das liegt daran, dass alle Hinweisschilder auf den meisten Flughäfen gleich gestaltet sind und uns deshalb vertraut sind. Wenn wir anschließend unseren Koffer geholt haben, und zur U-Bahn gehen, werden wir uns ebenfalls zu Recht finden. Dies liegt daran, dass alle Fahrpläne auf der Welt sich sehr ähnlich sehen. Wenn wir abschließend im Hotel ankommen, werden wir sehr schnell die Rezeption finden, weil diese weltweit oftmals sehr ähnlich aussieht. Und wenn wir eine Karte zum Öffnen des Hotelzimmers bekommen, werden wir deren Bedienung ebenfalls beherrschen, denn viele Hotels auf der Erde verwenden das gleiche oder ein ähnliches System.

Es ist also gar nicht so verkehrt, dass viele Elemente auf der Erde gleich aussehen. Es erleichtert uns die Orientierung und wir fühlen uns nicht hilflos und überfordert ob der neuen Technik und dem neuen Aussehen. Wir erwarten, wenn wir ein Element in einer fremden Umgebung wahrnehmen, dass uns vertraut erscheint, dass es genauso funktioniert, wie es uns bekannt ist. In einer Welt, wo viele neue Sinnesanreize auf uns einströmen, gibt es eine neue Sehnsucht nach bekanntem.

Warum diese Gleichheit aber nicht immer gut sein muss

Wer in einem unbekannten Land eine Cafe-Bar aufsucht, wird erkennen, dass viele Elemente eines solchen Ortes auch zuhause gleich aussehen. Und das, obwohl wir weit von zu Hause entfernt sind. Wir fühlen uns wohl und erwarten, dass der Kaffee genauso gut schmeckt wie in unserem Lieblingsrestaurant. Deshalb setzen Marken auch darauf, viele Elemente zu kopieren und gleich zu gestalten. Unser Unterbewusstsein, also diejenigen Prozesse, die wir nicht steuern, kann uns aber auch in dieser Situation in eine Falle führen. Da Kaffee weltweit sehr unterschiedlich zubereitet wird, muss er nicht so gut schmecken, obwohl wir das erwarten. Da wäre es besser gewesen, wenn wir woanders hingegangen wären.

Es ist auch aus Sicht des Brandings nachteilig, wenn alles gleich aussieht. Unternehmen streben danach, individuell zu sein und einen eigenen Markenkern zu entwickeln. Sie wollen sich aus der Gleichheit absetzen, denn Individualität ist in diesem Falle gleichbedeutend mit Erkennbarkeit. Wenn sich die Logos zweier Unternehmen zu sehr ähneln, fällt es dem Kunden schwer, die Unternehmen richtig zuzuordnen. Grundsätzlich geht es Unternehmen nämlich darum, wahrgenommen zu werden. Die Identifikation ist das wichtigste Kriterium, um eine Strategie zu entwickeln und einen Markennamen zu entwickeln. Die Kunden wiederum nehmen nur den Unterschied war. Deshalb ist zu viel Einheitlichkeit auch nicht sinnvoll.

Einheitlichkeit in der Technik: Great ideas werden einfach kopiert

Auch in der Technik hat sich eine gewisse Einheitlichkeit eingestellt. Viele großartige Ideen wurden einfach von mehreren Firmen übernommen. Die CD als Speichermedium ist ein Beispiel hierfür. Aber auch der USB-Anschluss fällt in diese Kategorie. Viele Design experts nutzen diese Einheitlichkeit aus. Sie entwickeln Produkte, die genau dafür ausgelegt sind, die Elemente zu nutzen. Die Erfindung des portablen Kartenlesegerätes wäre ohne die Erfindung des USB-Anschlusses nicht möglich. Wir könnten uns auch keine DVD ansehen, wenn nicht früher einmal die CD erfunden worden wäre.

Hierbei wird ausgenutzt, dass großartige Ideen schon entwickelt wurden und man nur noch den Mut haben muss, sich dieser zu bedienen. Deshalb empfiehlt es sich für eine Werbeagentur und deren angestellte Design Experts, dem Trend nach Individualität nicht nachzugeben, und bereits bestehende, sinnvoll zu integrierende und nutzende Ideen ebenfalls umzusetzen. Dies erzeugt positive Empfindungen bei den Kunden und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dieses Produkt kaufen, Beispiele siehe oben.

Das Paradoxon der Einheitlichkeit

Wenn ein Produkt einem anderen Produkt ähnlich sieht, übertragen wir dessen Eigenschaften im Unterbewusstsein auch auf das neue Produkt. Studien haben ergeben, dass der Mensch gar nicht in der Lage ist, die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Deshalb ist diese unbewusste Attribuierung auch ein menschlicher Schutzmechanismus, damit wir uns nicht mit den neuen Reizen auseinander setzen müssen.

Auf der anderen Seite strebt ein Unternehmen danach, ein eigenes Branding zu entwickeln. Ein Brand wird bekannt durch Unterschiede. Wenn alle Logos der Welt gleich aussähen, wäre kein Unternehmen mehr individuell zu erkennen. Deshalb sollten Marketing-Experten versuchen, ein uniques Einstellungsmerkmal zu entwickeln. Dies wiederum macht die Verbraucher unsicher, ob dieses Produkt noch genauso funktioniert, weil es sich ja von den bekannten Produkten unterscheidet.

Der Einfluss von Gefühlen auf eine Kaufentscheidung

Maya Angelou hat einmal gesagt, dass die Leute vergessen, was du ihnen gesagt hast, was du getan hast, aber sie werden nie vergessen, welches Gefühl du ihnen dabei gegeben hast. Gefühle können vage sein, sie können schwer zu beschreiben sein, aber sie sind uns immer präsent. Unternehmen müssen deshalb versuchen, positive Gefühle bei den Menschen hervor zu rufen. Deshalb geht Marketing über das Logo, die Farbe oder die Schriftart hinaus. Digitale Medien sind besser geeignet, positive Gefühle bei den Menschen hervorzurufen. Die spannende Frage ist deshalb: Wie wecken wir positive digitale Gefühle?

Gefühle können über Geschichten hervorgerufen werden. Jeder verbindet mit Märchen aus der Kindheit andere Gefühle, aber kaum einer verbindet keine Gefühle damit. Digitale Medien bieten gute Werkzeuge für das Storytelling. Sie bieten auch gute Möglichkeiten, eine Geschichte entsprechend zu verändern, um positive Gefühle hervor zu rufen. Versuchen Sie deshalb, die

Fazit: Gleichheit in den digitalen Medien

Gleichheit stellt in den digitalen Medien kein großes Problem dar. Die Standardisierung von Produkten hat mehr Vor- als Nachteile. Vor allem, weil digitale Medien umfangreiche Werkzeuge bieten, um eine individuelle Unternehmensgeschichte zu erzählen. Schaffen Sie deshalb unvergessliche digitale Werkzeuge und Produkte, die sich ähneln, aber auch unterscheiden. Dies wiederum ist leichter gesagt als getan.